Agenda Angebote Stationen des Lebens Fotos & Berichte Über uns Downloads Links  

Ein Jahr gemeinsamer Entwicklungsprozess


Vor einem Jahr, nämlich im Sommer 2017, hat die Kirchgemeindeversammlung beschlossen, nicht auf Fusionsgespräche mit anderen Kirchgemeinden im Bezirk einzutreten, sondern gemeinsam mit den Kirchgemeindemitgliedern vor Ort einen gemeindeeigenen Entwicklungsprozess zu lancieren. Angestrebt wurde ein Prozess, in dem sich alle gemeinsam, gleichberechtigt und gleichermächtigt, einbringen können. Unter dem Logo "mir alli sind Chile" soll das Leben in unserer Kirchgemeinde von der Basis her mit Inhalten und Formen gefüllt werden. Mit der Begleitung dieses Prozesses wurde eine Projektgruppe beauftragt. Die Mitarbeit in der Projektgruppe stand allen offen.

Was ist seither geschehen?


In einem ersten Schritt wurde eine ganztägige Chile-Werkstatt durchgeführt, an der alle teilnehmen und im gegenseitigen Austausch Wünsche, Anliegen und Vorstellungen einbringen konnten. Integriert in die Diskussionen wurden auch die Anregungen der Kirchgemeindemitglieder, die früher in die Wunsch-Box eingelegt wurden. Als Ergebnis dieser Chilewerkstatt wurden anschliessend verschiedene Themen aufgegriffen und in Arbeitsgruppen weiterentwickelt (z.B. neue Gottesdienstformen, Musik, Gebäude und Infrastruktur, andere Kulturen/Flüchtlinge, Neuzuzüger willkommen heissen, Kinder und Familie, Kommunikation, Chilfefäscht). Um Transparenz zu schaffen und die Information sicher zu stellen, wurde nicht nur in den kirchgemeindeeigenen Publikationen informiert. In den Mitteilungen nach den Gottesdiensten wurde darauf hingewiesen und zur Mitarbeit ermuntert. Der Fortschritt der Arbeiten wurde laufend an Chiletafeln im Kirchenraum dokumentiert.

Eine erste Information der breiteren Öffentlichkeit fand an der GewerbeExpo im April statt. Mitglieder der Arbeitsgruppen stellten den Besucherinnen und Besucher die bisherigen Resultate vor und suchten das Gespräch.
Erste Resultate können in nächster Zeit umgesetzt werden.

Der Prozess geht weiter – muss weiter gehen.


Viel Arbeit ist bereits geleistet und erste konkrete Überlegungen sind vorhanden. Weitere Wünsche und Anliegen können und sollen geäussert werden. Für deren Realisierung müssen sich aber Menschen finden lassen, die sich dafür einsetzen und ihre Zeit dafür zur Verfügung stellen. Es gibt noch einiges zu tun.
• Die von den bestehenden Arbeitsgruppen aufgegriffenen Themen müssen weiter konkretisiert und umgesetzt werden.
• Noch konnten nicht alle Anregungen und Ideen der Chile-Werkstatt realisiert und angegangen werden. Und vermutlich gibt es immer wieder Neues, das zu einem aktiven Leben in unserer Kirchgemeinde beitragen kann.
• Schliesslich wird es darum gehen, die Resultate des Entwicklungsprozesses in sinnvolle Strukturen zu führen. Neue und bewährte Formen müssen entwickelt und auf ihre Tauglichkeit erprobt werden.
Bei all dem gelten nach wie vor die bisherigen Grundsätze, dass Inhalte und Formen im offenen und konstruktiven Dialog erarbeitet und umgesetzt werden. Ständige Erneuerung (semper reformandum) und aktive Mitarbeit sind jederzeit möglich. Ziel ist eine Gemeinschaft, in der sich alle auf Augenhöhe begegnen und jede und jeder angesprochen ist.

Ein erstes Fazit


In ihrem Antrag an die Kirchgemeindeversammlung schrieb die Kirchenpflege: "Die Kirchenpflege ist zuversichtlich, auf diesem Wege nicht nur für die kommenden Fragen und Probleme gewappnet zu sein, sondern so auch zu einem aktiven und reichhaltigen kirchlichen Leben beizutragen." Die bisher erzielten Resultate und die vielen positiven Rückmeldungen von Mitgliedern unserer Kirchgemeinde machen uns zuversichtlich, auf dieses Ziel hin gemeinsam gut unterwegs zu sein.

Hans Gebhard
Mitglied der Projektgruppe

Zukunft der Kirchgemeinde: Viele Ideen und Wünsche eingebracht
Die „Chilewerkstatt“ im Obfelder Schulhaus Schlossächer – ein voller Erfolg


Während ein paar Stunden haben Interessierte am 27. Januar im Rahmen der „Chilewerkstatt“ über die Zukunft der reformierten Kirchgemeinde Obfelden sinniert, Ideen und Vorschläge eingebracht, wie der gemeindeeigene Entwicklungsprozess vorangebracht werden kann.



Die Vorgeschichte ist bekannt: Obfelden beteiligt sich im Rahmen des bezirksweiten KGplus-Prozesses nicht an Gesprächen im Hinblick auf einen Zusammenschluss von Ämtler Kirchgemeinden – im Einklang mit den Kirchgemeinden Knonau sowie Stallikon-Wettswil. Die Obfelder Kirchgemeindeversammlung vom 18. Juni 2017 hat auf Antrag der Kirchenpflege mit überwältigendem Mehr beschlossen, einen gemeindeeigenen Entwicklungsprozess anzustossen – natürlich ohne „Verbot“ zu Kontakten über die Gemeindegrenzen hinaus. Das Gespräch über mögliche punktuelle
Zusammenarbeit mit anderen Kirchgemeinden bildet kein Tabu!

Viele Wünsche und Ideen eingebracht


Nach diesem klaren Auftrag durch die Stimmberechtigten hat die Kirchenpflege eine Projektgruppe gebildet, die unter dem Titel „Mir alli sind Chile“ daherkommt und vom engagierten Kirchenpfleger/Liegenschaftenvorstand Christoph Kutassy geleitet wird. Nach der Leerung der sogenannten „Wunschbox“ und verschiedenen Vorbereitungssitzungen hat diese Gruppe am Samstag, 27. Januar, die Gemeindeglieder zu einer „Chilewerkstatt“ ins Schulhaus Schlossächer eingeladen, die von Hans Gebhard professionell moderiert wurde. Rund zwei Dutzend Interessierte folgten der Einladung. Sie haben zwischen 10 und 17 Uhr gruppenweise nicht nur rege und engagiert diskutiert, sondern ein ganzes Bündel an Ideen, Vorstellungen und Wünschen eingebracht. Auf Flip-chart-ähnlichen „Plakaten“ wurde festgehalten, wo – auch aus persönlicher Sicht – Defizite vorhanden sind, was neu Eingang ins Gemeindeleben finden sollte und auf was man möglicherweise verzichten könnte. Im Rahmen dieser fruchtbaren Arbeit schälten sich aufs Erste ein gutes halbes Dutzend Themenkreise heraus, die nun vertieft angegangen werden sollen. Auch hier ist die Palette weitreichend. Es geht unter anderem um neue Gottesdienstformen und –zeiten, um Musik, um die Pflege der Ökumene, die in einem jährlichen Kirchenfest gipfeln kann. Natürlich ist generell die Kommunikation ein Thema, eingeschlossen die Integration der neu Zugezogenen. Und natürlich stehen die Nutzung von Gebäuden und die Infrastruktur zur Debatte - die Frage, wie Pfarrhaus samt Garten, Kirchenraum und Kirchgemeindehaus besser und zeitgemässer genutzt werden können. All das hat auch zu tun mit dem Begriff „Öffnung“: die Schaffung offener Räume, die Pflege der Willkommenskultur.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass man viel Bestehendes nicht aufgeben will. Dazu gehören unter anderem der Chilezmorge, der Chilekafi, Auffahrtsgottesdienst zusammen mit Ottenbach, Musik im Gottesdienst, Bazar, Konzerte, die nächtliche Beleuchtung der Kirche usw. Das Einbinden von neu Zugezogenenen, neue Gottesdienstformen (u.a. mit zeitgemässen Liedern/Musik), neue Gottesdienstzeiten, das Erreichen von Familien und weiteres mehr soll vermehrt Beachtung geschenkt werden. Eine beachtliche Zahl von Teilnehmenden an der „Chilewerkstatt“ sieht aber das Festhalten an der heutigen Läutordnung nicht mehr als zeitgemäss (Stichworte: 6-Uhr-Läuten, nächtliche Viertelstundentakt).
Im Weiteren bleiben auch weitere übergeordnete Begriffe „Lebensalter“ (Kinder, Jugendliche, 30- bis 60-Jährige), Senioren, generationenübergreifende Events) sowie „wachsen und reifen“ (biblische Themen, Glauben, gesellschaftliche Fragen und Diakonie) auf der Traktandenliste.

Weitere Interessierte gesucht – Stand an der Gewerbe-Expo


Die erwähnten Themen werden nun in kommenden Zusammenkünften verdichtet und weiter konkretisiert. Es ist wünschenswert, dass sich der Kreis jener, die diesen Entwicklungsprozess nun vorantreiben wollen, vergrössert. Mit anderen Worten: Weitere engagierte Gemeindeglieder sind zur Mitarbeit aufgerufen und angehalten, sich entweder bei den in diesem Text erwähnten Herren oder bei Kirchenpflegemitgliedern zu melden. Wir freuen uns sehr auf Ihre Mitarbeit im Dienste der reformierten Kirchgemeinde. Und wir freuen uns auch auf die Obfelder Gewerbe-Expo, die vom 27. bis 29. April 2018 auf dem „Zendenfrei“-Areal stattfindet. Bei dieser Gelegenheit werden die ersten konkreten Resultate aus der „Chilewerkstatt“ präsentiert.
Werner Schneiter

Einlad_Ref_Werkstatt.pdf
Übersicht Wunschbox-Resultate

In einem Brainstorming sammelte die Projektgruppe eigene Vorstellungen zur Frage "Was bedeutet Kirche für mich". Die individuellen Antworten wurde in Form von "Wolken" zusammengetragen.

 
Seit 2017 ist die Reformierte Kirchgemeinde Obfelden unter dem Motto «mir alli sind Chile» auf dem Weg zu einer Mitmach- und Mitgestaltungskirche. Hier finden Sie weitere Informationen.
mehr...
Hier finden Sie unsere Beilage der Zeitung reformiert als pdf-Datei in der Rubrik Downloads.
mehr...
Pfrn. Eva Eiderbrant, Pfarramt Chileweg 12, 8912 Obfelden, Tel. 043 817 10 81
mehr...
Marianne Voss, Chileweg12, 8912 Obfelden, Tel. 043 817 10 11 Bürozeiten: Dienstag und Donnerstag, 9 bis 12 Uhr. Während der Schulferien unregelmässige Bürozeiten.
mehr...