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Obfelden feierte die neue Pfarrerin
Mit viel Freude, Musik und Gesang wurde am vergangenen Sonntag 1. Juli die Pfarrerin Eva Eiderbrant feierlich in ihr Amt eingesetzt. Für die seit Jahren in der Schweiz lebende gebürtige Schwedin durfte natürlich auch ein schwedisches Lied im Gottesdienst nicht fehlen. Der Chor Knonau-Obfelden präsentierte den Psalm „Innan gryningen“ von Ylva Eggehorn mit einer Melodie des bekannten Komponisten Benny Andersson der Gruppe Abba. Mit dem „Gloria“ aus der Toggenburger Messe von Peter Roth erfreute der Chor mit heimischen Schaffen aus der Schweiz.

In der markigen Ansprache von Werner Schneiter als Präsident der Kirchenpflege zum heutigen Meilenstein in der Kirchengeschichte Obfeldens durfte natürlich ein Querverweis auf das bevorstehende WM-Spiel Schweiz-Schweden nicht fehlen. Der Tenor war jedoch eindeutig: Freude herrscht in Obfelden. Freude herrschte auch beim nachfolgenden Redner Hans Gebhard, der als Präsident der Pfarrwahlkommission ein Résumé zum Pfarrwahlprozedere vortrug. Nun warteten aber alle gespannt auf den rituellen Akt der eigentlichen „Installation“ der neuen Pfarrerin. Dekan Pfarrer Werner Schneebeli, bestens bekannt auch als Pfarrer von Affoltern am Albis, behändigte anschliessend entschlossen das Mikrofon. Er richtet seine eindrücklichen Worte an die Kirchgemeinde und nahm anschliessend die feierliche Einweihung der Pfarrerin in ihr Amt vor.

Eva Eiderbrant nahm in ihren Antrittsworten Bezug zu ihrem persönlichen Weg, der sie in die Schweiz führte, wie sie sich für die Kirchgemeinde engagieren will und ihre Auffassung zu einer gemeinsamen Zukunft. Eine Fürbitte für Pfarrerin und Kirchgemeinde führte die Katechetin Ursula Müller Schöpfer aus.

Die Kolibri-Kinder empfingen die neue Gemeindepfarrerin mit selbstkreierten Fähnchen und einem plakativen Willkommensgruss. Das Kolibri-Betreuungsteam mit Damaris Villiger, Vera Wittwer, Edith Gfeller und Vreni Häberling engagierte sich an diesem Event für die Betreuung der Kinder, so auch nach dem Gottesdienst im Freien mit verschiedenen Spielen und Kinderschminken. Unterstützt wurden sie übrigens von der Clownin und Artistin Irina Steinmann, die passend über grosse Erfahrung als Zirkusartistin verfügt.

Ganz nach dem neuen Gemeindemotto „mir alli sind Chile“ wurden nicht wie bei früheren Amtseinsetzungen nur ausgewählte Persönlichkeiten eingeladen, sondern alle Interessierten aus der Gemeinde und Umgebung. Weil die Sitzplätze der Kirche allerdings auf 300 Plätze beschränkt sind, waren die Veranstalter dennoch froh, dass nicht gleich alle 1800 Kirchgemeindemitglieder Obfeldens aufmarschierten.

Nach dem Gottesdienst wurde für alle Gäste im Pfarrhausgarten ein Apéro ausgegeben. Der Gartenhag wurde flachgelegt und der Garten für die Gäste geöffnet. Ein erster symbolischer Akt, den Garten für alle Kirchenmitglieder zu öffnen. Bauliche Projektvorschläge dafür wurden kürzlich bereits in der Gemeindebeilage vom „reformiert“ vorgestellt. Zum Apéro überraschten die beiden Obfelder Alphornbläser Heini Eggenberger und Georg Sievi die Festgesellschaft in höchsten Tönen.

Vorsorglich hatte das Organisationskomitee bereits zahlreiche Tische, Bänke und natürlich Sonnenschirme platziert. Nachdem die Pfarrerin letzte Woche noch einen Sportunfall erlitt, wollte insbesondere vermieden werden, dass sie nun auch noch Opfer eines Sonnenstichs werden könnte.

Für das emsige Serviceteam und das Catering durch den Ulmenhof Ottenbach wurde ein Zelt errichtet. Sie sorgten gemeinsam für einen ausgezeichneten Service von Apéro bis hin zum Kaffee und dem verführerischen Kuchenbuffet.
Hans Gebhard wurde vom Präsidenten der Kirchenpflege für seine erfolgreiche Tätigkeit als Leiter der Pfarrwahlkommission geehrt und die nun offiziell eingesetzte Pfarrerin zu ihrer künftigen Tätigkeit beglückwünscht. So ergriff auch der Gastredner Martin Billeter das Wort und richtete als Präsident der Bezirkskirchenpflege seine Grussworte an die neue Pfarrerin und die Kirchgemeinde.

Den Sportunfall Eva Eiderbrants, der infolge eines Stolperns über einen Randstein beim Joggen verursacht wurde, nahm dann Kirchenpfleger Christoph Kutassy als Anass für ein paar humoristische Verse. Ähnlich dem «Walk of fame» in Hollywood wurde für die Pfarrerin zwar keinen Stern im Boden eingelassen, dafür ein massiver Randstein in der Pfarrgartenwiese. Werner Schneiter und Hans Gebhard verewigten diesen Stolperstein im vorbereiteten Loch und setzten damit ein weiteres, unvergessliches Zeichen zur Amtseinsetzung von Eva Eiderbrant. So mussten die beiden nicht nur Reden vorbereiten, sondern auch noch Schwerarbeit leisten. Anderseits leisteten auch unzählige Freiwillige im Hintergrund Schwerarbeit, sei es mit dem Aufbau, dem Blumenschmuck, dem Kuchen backen, der Kinderbetreuung, der Bewirtung und der Abräumung. Das Motto hiess also auch im Arbeitsbereich "mir alli sind Chile". (pl)

 
Hier finden Sie unsere Beilage der Zeitung reformiert als pdf-Datei in der Rubrik Downloads.
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Pfrn. Eva Eiderbrant, Pfarramt: Chileweg 12, 8912 Obfelden, Telefon 043 817 10 81
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Marianne Voss, Chileweg12 8912 Obfelden, Tel. 043 817 10 11
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