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KirchGemeinde+

Gemeindeeigener Entwicklungsprozess am 17. Juni 2017 beschlossen


Unter Abwägung der Vor- und Nachtteile beantragt die Kirchenpflege an der Gemeindeversammlung vom 17.6. nicht auf die Anträge des Lenkungsausschusses KG+ Bezirk Affoltern einzutreten. Dem Antrag wurde mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Auch die Kirchenpflege Obfelden beobachtet die sinkenden Mitgliederzahlen und die mutmasslich fehlenden Ressourcen mit Besorgnis. Für die Kirchenpflege ist jedoch ein Zusammenschluss zu grösseren Gemeinden kein geeigneter Weg Sparbemühungen zu erreichen. Die Konzentration auf eine einzige Kirchgemeinde ist in erster Linie eine strukturelle Massnahme und noch keine inhaltliche Antwort. Nach Ansicht der Kirchenpflege gilt es, vor Ort Profil zu zeigen, Gemeinde zu leben und damit in der Öffentlichkeit an Bedeutung zu gewinnen.

Zudem trifft die kantonale Analyse "weniger Mitglieder, weniger Ressourcen" für unsere Kirchgemeinde mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu. In den nächsten Jahren wird die Politische Gemeinde um gegen tausend Einwohnerinnen und Einwohner anwachsen. Darunter werden sich auch reformierte Personen befinden. Unsere Kirchgemeinde befindet sich gegenwärtig in einer Phase der Entwicklung. Neue Pfarrpersonen und Mitarbeitende, neue Mitglieder der Kirchenpflege und Freiwillige, sind bereit, sich den auf sie zukommenden Fragen und Problemen zu stellen.

Mit dem geplanten Bezirks-Projekt werden auf einige Jahre hinaus personelle und finanzielle Ressourcen gebunden, die die Kirchenpflege lieber in die Entwicklung der eigenen Kirchgemeinde investieren möchte. Mit der Bildung grösserer Gremien wird eher Bürokratie und Formalismus gefördert, selten oder nie haben diese zu Sparmassnahmen geführt. Verschiedene Zusammenschlüsse von Kirchgemeinden haben sich in letzter Zeit wieder getrennt. Zudem ist die im Antrag des Lenkungsausschusses gewählte Formulierung, wonach ein Zusammenschluss für die Kirchgemeinde "insgesamt vorteilhafter" sein soll, aus unserer Sicht keine gute Verhandlungsbasis für eine Sache, die der Kirche dienen soll.
Aus diesen Gründen hat die Kirchenpflege an ihrer Sitzung vom 16. Januar 2017 einstimmig beschlossen, sich nicht an Verhandlungen im Hinblick auf einen Zusammenschluss zu einer einzigen Kirchgemeinde im Bezirk zu beteiligen.
Dies schliesst aber nicht aus, dass dort, wo es sinnvoll und geboten ist, die Zusammenarbeit auf regionaler und lokaler Ebene, mit allen in Frage kommenden Partnern gesucht und angeboten werden soll.

An der Kirchgemeindeversammlung vom 17.6.17 wird die Kirchenpflege ausserdem beauftragt, unter Einbezug der Kirchgemeindeglieder einen gemeindeeigenen Entwicklungsprozess zu initiieren. Der Entwicklungsprozess wurde in der Folge unter dem Motto "mir allis sind Chile" mit einer Wunschbox und einem Workshop gestartet. Verschiedene Änderungen und Massnahmen wurden seither realisiert, in Angriff genommen oder geplant.

Kick-off-Workshop KirchGemeinde+ in Kappel



Am Samstag, den 9. April 2017, trafen rund 120 VertreterInnen der Reformierten Kirchgemeinden des Säuliamtes um 9 Uhr morgens ein. Zahlreiche KirchenpflegerInnen, Pfarrpersonen und Katechetinnen, Sekretariatsmitarbeitende und andere Interessierte von 12 Kirchgemeinden fanden sich zu diesem Kick-off Workshop im Mühlesaal beim Kloster Kappel. Nur Wettswil und Stallikon blieben dem Anlass fern.

Manch eine oder einer fragte sich, was aus dem heutigen Tag wird. Wie sollen wir uns dem brisanten Thema einer möglichen Zusammenlegung von Kirchgemeinden nähern, damit befassen und uns damit auseinandersetzen.

Während rund sechs Stunden wurden Ängste und Chancen ebenso angesprochen, wie auch Fragen über die Erneuerung von Gottesdiensten, Angeboten und der Zusammenarbeit.

In über einem Dutzend Arbeitsgruppen setzte man sich zu einzelnen Themen detailliert auseinander und tauschte persönliche Meinungen aus. Der Meinungsaustausch war erfreulich freimütig und fand in respektvoller und positiver Atmosphäre statt.

Die einzelnen Gruppen berichteten dann dem Plenum über ihre Erkenntnisse zu diversen Fragen. Dazu gehörten auch Themen wie Immobilien, Finanzen, Kommunikation, neue Angebote, Religionspädagogik usw.

So vielfältig anspruchsvoll und umfangreich die Themen waren, so karg fiel demgegenüber der Mittagslunch aus. Ein Sandwich und ein Apfel musste für weitere drei Stunden reichen.
Abschliessend hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich für weiter vertiefende Arbeitsgruppen zu melden bzw. zur Verfügung zu stellen. Die Präsentation der Anträge/Erkenntnisse dieser Arbeitsgruppen soll am 2. Juli 2016 erfolgen. Der Terminplan ist also ziemlich sportlich ausgelegt.

Die Veranstaltung wurde vom zugezogenen Prozessbegleiter Hanspeter Lienhart (Bülach) ausgezeichnet moderiert. Nur die Technik streikte, wie so oft an wichtigen Anlässen, genau dann, wenn man sie bräuchte.

Die wichtige Frage, wie eventuell Kirchenpflege und Mitarbeitende eine mögliche Reorganisation von solcher Komplexität zeitlich bewältigen sollen wurde nicht angesprochen. Verfrüht war auch die Alternative, nämlich die Kosten für den Beizug externer Spezialisten für die Umsetzung zu diskutieren.

Insgesamt haben sich sowohl kritisch Eingestellte, wie auch Fusionsbegeisterte, aktiv an diesem Kickoff-Workshop engagiert. Dass so viele Mit- glieder der ref. Kirchgemeinden gemeinsam ihre Kirche hinterfragen, Herausforderungen offen besprechen und in einem kreativen Prozess angehen, war sicher für alle Teilnehmenden beeindruckend. (pl)

Mehr Infos: in der Rubrik „Downloads/KirchGemeinde+“ oder über die Bezirksseite http://www.ref-saeuliamt.ch/content/e14064/e14066/index_ger.html

 
Hier finden Sie unsere Beilage der Zeitung reformiert als pdf-Datei in der Rubrik Downloads.
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Pfrn. Eva Eiderbrant, Pfarramt: Chileweg 12, 8912 Obfelden, Telefon 043 817 10 81
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Peter Leemann, Sennhüttenstr. 7, 8912 Obfelden, Tel. 044 761 82 09
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